China: wie Dating funktioniert Autorin: Marie von Mallinckrodt, ARD-Studio Peking Tausende Euro bezahlen, um endlich die große Liebe zu finden? Genau das macht Xiaohe in China. Sein Dating-Coach verpasst ihm nicht nur einen neuen Look. Er will auch verändern, wie Xiaohe auf Frauen zugeht. Doch der Kurs bringt Xiaohe in einen Konflikt: Frauen werden bewertet, sein Auftreten wird optimiert und selbst an seinem Dating-Profil soll kräftig nachgeholfen werden. Xiaohe selbst sagt, er wolle eigentlich nur eine "gesunde und normale Beziehung". Kann man Liebe wirklich lernen? Und was bleibt von einem selbst übrig, wenn Dating zum Coaching-Business wird? Indien: der Schlangendoktor von Assam Autorin: Lena Bodewein, ARD-Studio Neu-Delhi In der Gegend rund um Assam im Nordosten Indiens ist Dr. Surajit Giri eine echte Berühmtheit: Den Arzt aus dem Krankenhaus nennen alle respektvoll nur "den Schlangendoktor". Mit einfachen Mitteln hat er dafür gesorgt, dass in den vergangenen acht Jahren kein Mensch in seinem Bezirk an Schlangenbissen gestorben ist. Vor allem in den Teeplantagen fühlen sich die giftigen Grubenottern und Kettenvipern wohl. Die Pflückerinnen, die auf den Feldern arbeiten, sind immer in Gefahr, gebissen zu werden. Mit Dr. Giris App wissen sie aber schnell, was zu tun ist. Und der Arzt erfährt früh, wenn die nächste Patientin mit Gegengift behandelt werden muss. Mehr als 50.000 Menschen sterben jedes Jahr in Indien nach einem Schlangenbiss, vor allem, weil die richtigen Behandlungen nicht schnell genug in die Wege geleitet werden. Sudan: ein Jahr nach dem Massaker von Al-Faschir Autor: Ramin Sina, ARD-Studio Kairo Die Massaker von Al-Faschir verfolgen Mahasin Mohammed bis heute: Auf der Flucht vor der RSF-Miliz musste sie mitansehen, wie ihre Tochter von einem Granatsplitter tödlich getroffen wurde - ohne Krankenhaus, ohne Hilfe, mitten in der Wildnis. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einer provisorischen Unterkunft in Khartum. Doch vor dem Krieg gibt es für sie kein Entkommen: Die Bilder ihrer Flucht und der Gewalt lassen sie nicht los. Während die sudanesische Armee und die RSF um Macht, Land und Ressourcen kämpfen, versuchen Frauen in den Emergency Response Rooms, das Überleben der Zivilbevölkerung zu sichern - mit Lebensmitteln, Gemeinschaftsküchen und Hilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Mahasin will zurück: "Man kann sein Zuhause nicht vergessen", sagt sie. Doch Al-Faschir ist heute eine Geisterstadt - und der Horror des Massakers bleibt.