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Weltspiegel

Info, Zeitgeschehen • 13.09.2026 • 18:30 - 19:15
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Originaltitel
Weltspiegel
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Zeitgeschehen
Geplante Themen: - Nepals mühsamer Neuanfang: Zwei Wochen nach der Sturzflut sind mehr als 1.300 Tote geborgen, über 5.000 Menschen werden noch vermisst. Von Wiederaufbau kann noch keine Rede ein, im Vordergrund steht die notdürftige Versorgung der Überlebenden. Wir zeigen Schüler, viele von ihnen Waisen, die in provisorischen Zeltdach-Schulen unterrichtet werden; Geschäftsleute, die nach ihren Kontobüchern graben; Männer und Frauen, die im Schutt noch immer nach Vermissten suchen - oder sich zumindest durch Todeserklärungen per DNA-Test Gewissheit wünschen. Es gibt aber auch immer wieder Beispiele tatkräftiger und großzügiger Unterstützung - etwa aus so fernen Ländern wie den Philippinen. (Autor: Markus Spieker / ARD Delhi) - Russland vor der DUMA-Wahl: Brennende Ölterminals, Drohnenangriffe, Benzinmangel an Tankstellen: Wie wird sich die Situation in Russland wohl auf die anstehende Parlamentswahl auswirken? Die einzige Partei, die gegen den Krieg ist, wurde von der Wahl ausgeschlossen. Aber ist der Krieg überhaupt ein Thema, das die Menschen in Russland besorgt? Glauben Russinnen und Russen, dass ihre Wahl etwas im Land verändern kann? Wir sind unterwegs in der Region Twer, in der Präsident Putins Wurzeln liegen und fragen Russinnen und Russen, was sie bewegt. (Autorin Silke Diettrich / ARD Moskau) - China: Wohlstand ohne Wohlfahrt: Weil ihre Rente nicht zum Leben reicht, arbeiten Millionen Landwirte in China bis ins hohe Alter. Während sich ihr Lebensstandard in den vergangenen Jahrzehnten nur wenig verändert hat, ist in den Megacitys der Volksrepublik gewaltiger Reichtum entstanden - durch einen Turbokapitalismus im vermeintlich sozialistischen Land. Die kommunistische Staats- und Parteiführung investiert viel Geld in High-Tech und Robotik, aber nicht ins Sozialsystem. Arm und Reich liegen in China dicht beieinander. Wie etwa in Chongqing, einer modernen Mega-Metropole mit rund 32 Millionen Einwohnern. Wir begleiten eine alte Bäuerin und einen jungen Millionär in dieser Stadt durch ihren Alltag. (Autorin: Marie von Mallinkrodt / ARD Peking) - Kenia: Gewaltwelle im Auftrag der Regierung?: Ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen wird Kenia von einer Welle der Gewalt überrollt. Die Täter: Motorradgangs, die politische Veranstaltungen der Opposition mit Macheten, Steinen und Schlagstöcken angreifen, so genannte "Goons". Immer wieder kommt es zu Toten und Verletzten, selbst vor Kirchen schrecken die Gangs nicht zurück. Was dabei auffällt: die Polizei bleibt weitgehend untätig. Im Verdacht: die Regierung von Präsident William Ruto. Recherchen in den großen informellen Siedlungen von Nairobi zeigen: Es handelt sich längst um ein etabliertes System, in dem junge Männer über Mittelsmänner von Regierungspolitikern organisiert werden, um Antiregierungsproteste mit Gewalt zu unterbinden und die Opposition einzuschüchtern. Auch wenn Präsident Ruto die Gewaltwelle öffentlich verurteilt, macht die Opposition in dafür maßgeblich verantwortlich. (Autor: Georg Restle/ ARD Nairobi) - USA: 9/11 - einst unter Verdacht, heute angesehen: Adama Bah ist 16 Jahre alt, als FBI-Beamte und die New Yorker Polizei wenige Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September die Wohnung ihrer Eltern stürmen. Sie werfen ihr vor, ein Selbstmordattentat zu planen - ohne Beweise vorzulegen. Sechs Wochen lang wird sie ohne Anklage in einem Hochsicherheitsgefängnis für Jugendliche festgehalten. Erst nach Protesten wird sie wieder freigelassen. Adama hat aus dem Unrecht eine Mission gemacht. Die junge Frau kümmert sich um andere Einwanderer-Familien aus Westafrika. Der \"Weltspiegel\" hat Adama bereits vor fünf Jahren begleitet. Damals kämpfte sie dafür, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Heute genießt sie ihre Freiheit, aber der erste muslimische Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, habe noch einiges zu tun, um die Vorurteile gegen Muslime zu bekämpfen, sagt Adama. (Autorin: Marion Schmickler / ARD New York) - Polen: Eine Küche für alle: Janusz Jaworski und sein Neffe Marek haben eine Tradition. Seit Jahren gehen sie in die Milchbar, die Bar Mlecny in Warschau. Das ist quasi einmal Polen in einer Küche-für-alle: Rentner und Schüler, Banker und Boten, Arme, Reiche, Junge und Alte, alle kommen her. Wenn du Polen fühlen willst und schmecken dann in der Milchbar, heißt es. Entweder Knödel, Pfannkuchen. Reis mit Apfel. Verschiedenes. Genau diese Speisen kochen sie seit 130 Jahren in den Milchbars. Über die Weltkriege hinweg, durch den Kommunismus und bis heute. Und seit 130 Jahren will der Staat, dass sich jeder ein frisches Essen leisten kann. Am besten vegetarisch. Deshalb subventioniert er alles außer Fleisch bis zu 70 Prozent und das Essen ist unschlagbar günstig. Keine Kantine der Armut, sondern eine Gaststätte der Gesellschaft. (Autorin: Isabel Schayani / ARD Warschau) - Weltspiegel-Podcast: Wie sicher ist Putins Macht vor der Wahl? Moderation Podcast: Janina Werner